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Update Conversion Kongou JMSDF DDG-173

(Lion Roar - Nr. LS350006)

Lion Roar - Update Conversion Kongou JMSDF DDG-173

Produktinfo:

Hersteller:Lion Roar
Sparte:Schiffe Militär Modern
Katalog Nummer:LS350006 - Update Conversion Kongou JMSDF DDG-173
Maßstab:1:350
Kategorie:Detail-Sets
Erschienen:2007
Preis:ca. 80-90€
Inhalt:
  • 12cm Styren rund 0,5mm
  • 12cm Messingdraht rund 0,5mm
  • 1 Stück gedrehtes Geschützrohr für das 127mm Oto-Breda Bug-Geschütz
  • 8 Stück gedrehte Harpoon Starter-Container
  • 4 Stück Stahldraht für Peitschenantennen
  • 2 Stück Resin Fender/Bojen
  • 15 Stück gedrehte Rettungsfloß-Kanister
  • 2 Stück Schiffsschrauben
  • 8 Platinen Ätzteile unterschiedlicher Größe.
Empfohlener Bausatz:
  • DDG-174 Kirishima
  • DDG-173 Kongou

Besprechung:

Das Original

Die Kongou Klasse ist die 4. Generation der Lenkwaffenzerstörer der Japanischen Maritimen Selbstverteidigungsstreitkräfte. Die AEGIS-fähigen Kongou’s sind die Führungsschiffe der einzelnen Escort Divisionen. Jedes Escort Division setzt sich aus 2-3 Luftverteidigungsschiffen (einschließlich der Kongou Klasse) und 5-6 U-Jagd- und –Abwehrschiffen zusammen. In der Regel verfügt der Gesamtverband dabei über 8 ASW Helikopter. Die Kongo war die erste nicht in den USA gebaute Zerstörereinheit, die das AEGIS Verbandsverteidungssystem einführte und damit das weit unterlegene TARTAR System ablöste. Die Luftabwehrraketen werden, wie auch die ASROC Anti-Uboot Raketen, in VLS Silos auf den Vorschiff und dem Achterdeck mitgeführt, wobei bereits ab dem dritten Schiff der Klasse das Block III System Verwendung fand. 2x Mark32 3-fach Torpedorohre für japanische Leicht-Torpedos, 2x4 Harpoon Schiff-Schiff Raketenstarter, 2 x 20mm Phalanx CIWS, eine 127mm Oto-Breda Kanone auf dem Vorschiff, sowie in der Nachrüstung befindliche Infra-Rot fähige 12.7mm Nahverteidigung runden das Arsenal ab. Ein Helikopter kann auf dem Achterdeck gelandet werden, kann aber aufgrund des dort befindlichen VLS-Systems nicht verstaut oder versorgt werden. Je 300 Mann Besatzung auf den 161m langen und 21m breiten Schiffen sorgen für die Einsatzbereitschaft auf der Kongo-Klasse. Bei einer Standard-/Volllastverdrängung von 7250t/9485t erreicht das Schiff bis zu 30kn, angetrieben von 100.000 munteren Pferdchen aus 4 Gasturbinen aus inländischer Produktion. Die Anschaffung versetzt die JMSDF in die Lage, in internationalen Verbänden Führungsaufgaben zu übernehmen und die eigenen Einheiten und Verbände mit modernsten Mitteln vor Bedrohungen über und (bedingt) Unterwasser zu schützen. Maßgeblich für die Entscheidung für ein mehrheitlich auf Luftabwehrlast lastende Ausrüstung war und ist sicher, neben der Ergänzung der existierenden Escort-Einheiten, das Bedrohungspotential durch Nordkoreanische Mittelstreckenraketen.

Quelle: www.globalsecurity.org

Lion Roar - Update Conversion Kongou JMSDF DDG-173

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Basisbausatz

Nach der bereits vor wenigen Monaten erschienenen DDG-174 Kirishima schickte PitRoad im September 2007 auch die Namensgeberin der Klasse die „DDG-173 Kongou“ im großen 1/350 Maßstab in den Wettbewerb. Sowohl Kirishima als auch Kongou sollen außerhalb Japans als Kooperationsprodukt unter dem Trumpeter Label vertrieben werden. Obwohl die Kirishima schon mehrere Wochen in Japan zu haben ist, habe ich bis heute weder im Einzelhandel noch im Online-Handel in Deutschland etwas davon gesehen. Nun trudelte mir der flammneue Zurüstsatz von Lion Roar in Haus. Der Zurüstsatz wurde bereits dadurch geadelt, dass er exklusiv unter dem PiRoad Label in Japan angeboten werden wird. Für alle anderen Märkt wird er unter dem Sigel des brüllenden Löwen verkauft. Das Super-Set bietet auch dieses Mal Bauteile der Extraklasse. Bis Dato konnte jedes Super Set der Reihe mit einer Neuheit glänzen. Neben Styren, Draht, Ätz- und Drehteilen sind auch dieses mal wieder Resin-Gußstücke Bestandteile des Kits. Als Neuheit liegen diesem Kit feine Stahldrähte bei: Ein Multi-Media-Kit im wahrsten Sinnes des Wortes.

Lion Roar - Update Conversion Kongou JMSDF DDG-173

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Zurüstsatz

Der Super-Satz präsentiert sich in der bereits durch Vorgänger (Mikasa, Hood, Yukikaze, North Carolina , etc.) bekannten Schachtel mit der Artikelnummer LS350006. Obwohl die DDG-173 Kongou den Artikelnamen bestimmt, sollen nach Angaben des Herstellers die Zurüstteile für alle 4 Schiffe der Klasse geeignet sein. Das Deckelbild zeigt uns einen Rohbau des PitRoad Bausatzes mit den verbauten Ätz-, Dreh- und Gussteilen. Schon hier lauft einem das Wasser im Munde zusammen: Dieser Bausatz hält in der Tat neben den notenwendigen Ersatzteilen einige hübsche Überraschungen bereit. Nach dem Öffnen der Kiste lächeln den Betrachter weitere Detailaufnahmen und eine kleine Inhaltsübersicht entgegen. Ein kleiner Schaumstoffklotz schütz die Teile in der nicht ganz gefüllten Kiste vor den Hin- und herrutschen. Den Rest der Kiste teilen sich die 7 Seiten der Bauanleitung mit den eigentlichen Objekten der Begierde: Den Bauteilen. Die Anleitung ist gewohnt klar und übersichtlich: Hier sollte es keine Missverständnisse geben, aber dies klären wir während des Aufbaus! Hier teilen sich nach meiner Ansicht Lion Roar und Eduard die Spitze des Marktes: Bis heute bin ich bei beiden Anbietern immer aus den Anleitungen schlau geworden, was leider global gesehen nicht die Regel ist.

Lion Roar - Update Conversion Kongou JMSDF DDG-173

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Nun, da wir die Spannung knistern hören können, rollen wir die Bauteile aus der schützenden Styroporfolie: das knistert auch schön! Statische und freudige Spannung! Zum Vorschein kommen 5 Kartonkärtchen jeweils ca. 9x18cm groß. Jedes ist wiederum in einem Polybeutel versenkt und enthält, auf der Vor- und Rückseite, weitere kleine Beutel mit Dreh- und Resin-Teilen bzw. die Ätzteilplatinen in verschiedenen Größen.

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Das Styren-Stäbchen und der Messingdraht sind ziemlich unspektakulär. Das Messing Stück wird später Verwendung beim Bau des UNREP-Systems (Unterwegs-Versorgungsystem) eine Rolle spielen. Die Stahlstifte für die Peitschenantennen laufen spitz zu, sehen also eher aus wie Nadeln ohne Köpfe. Große Freude bereiten mir die gedrehten Rettungsfloß-Container: Da fällt sicher ein gerüttelt Maß an monotonen Versäuberungsarbeiten flach.

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Die Schiffsschrauben (eine rechts-, eine linksdrehend) machen einen sehr filigranen Eindruck: besser man behandelt sie mit Vorsicht. Ein bisschen Überguss ist noch dran, dessen Entfernung aber kein größeres Problem darstellen sollte. Leider fehlt den Schrauben die Torsion in den Schraubenblättern: Sie wirken dadurch ein bisschen flach. Wie mir der Hersteller mitteilt, sind die gelieferten Schrauben allemal besser als die des Kits, die augenscheinlich ganz falsch sein sollen.

Lion Roar - Update Conversion Kongou JMSDF DDG-173

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Das Geschützrohr verjüngt sich von der Verschlussseite zur Mündung hin und zeigt einen deutlich abgesetzten und vorne offenen Mündungsbecher. Der Mündungsbecher ist extrem dünnwandig und sollte mir Vorsicht behandelt werden.

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Ein absoluter Kracher ist in meinen Augen der Versuch, das Harpoon Lenkflugkörpersystem aus einzelnen Containern mit entsprechenden Haltungen zu bauen: Wenn gut gemacht, sollte dies eine nicht da gewesene Tiefe in diesem Detail erzeugen.

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Neben einem sehr schönen strukturgeätzten Namensschild finden wir, sieben weitere Bleche, die uns, angefangen von vorgeformten Railings, über perforierte Laufgänge bis hin zu filigranen Davits alles bieten, was den Detail-Fan glücklich macht. Besonders seien hier die Vielzahl der Lüftungsgitter und die UNREP-Station  genannt, die an prominenter Stelle für Aufwertung sorgen wird.

Fazit:

Für den Freund der modernen Marinen im großen Maßstab schließt sich mit der PitRoad Kongou eine Angebotslücke. Der Zurüstsatz von Lion Roar bietet dem Modellbauer alles, was er sich zum Bau eines Schiffes dieser Klasse wünschen kann.

Diese Besprechung stammt von Guido Hopp - 09. September 2013

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