Du bist hier: Home > Galerie > Alexander Schuch > Blohm & Voss BV 238 V1

Blohm & Voss BV 238 V1

von Alexander Schuch (1:72 Airmodel Products)

Blohm & Voss BV 238 V1

Daten:

Sechsmotoriger Schulterdecker mit hochgesetztem Leitwerk und dreifach unterteiltem Bootsrumpf. Entwickelt von Blohm & Voss in Hamburg-Finkenwerder.

  • Länge: 43,36 m
  • Spannweite: 60,17 m
  • Höhe: 13,40 m bis zur Spitze des Seitenruders

Werkzeug und Zurüstteile
Werkzeug und Zurüstteile

Das maximale Startgewicht betrug 94 000 kg, bei einer Zuladung von 40 000 kg.

Der Transportraum hatte eine Länge von 27 m, war 2,6 bis 3,3 m breit und 2,1 m hoch. Alternativ zu den 40 to. Ladung sollten auch 150 Soldaten mit voller Ausrüstung geflogen werden können. Zu einem solchen Einsatz kam es jedoch nicht.

Die Bewaffnung war wie folgt geplant:
  • 20 MG 131 in ferngesteuerten Zwillings- und Vierlingslafetten, sowie 2 MG 151.
  • 8800 kg Abwurflasten in Unterflügelaufhängungen
Es wurden jedoch nie Waffen eingebaut oder an Bord erprobt.

Vor dem Ausschneiden
Vor dem Ausschneiden

Die Testbesatzung setzte sich aus 2 Piloten und einem Flugingenieur zusammen. Im Einsatz wären dann noch ein Funker und weitere 7 Mann Besatzung (Waffen- und Motorenwarte) dazugekommen, so daß die Sollstärke 11 Mann betragen hätte.

Die errechnete Reichweite lag bei max. 12400 km bei einer Dienstgipfelhöhe von rund 7300 m.

Angetrieben von 6 „DB 603 A“ Flugmotoren zu je 1750 PS Leistung wurden eine Reisegeschwindigkeit von 355 km/h und eine Höchstgeschwindigkeit von 388 km/h erreicht.

Es war für eine Verwendung als Seefernaufklärer, Fernbomber und Großraumtransporter vorgesehen.

Rumpfhälften auf der Halterung nach der Gravur
Rumpfhälften auf der Halterung nach der Gravur

Geschichte

Dieses für den zivilen Nonstop-Atlantikverkehr der Lufthansa geplante Wasserflugzeug wurde erst nach Kriegsbeginn fertiggestellt und vom 11. März bis zum 26. Juni 1944 erfolgreich auf der Unterelbe nahe Hamburg-Blankenese erprobt.

Kurioserweise wurde fast zeitgleich ein Modell im Maßstab 1:3,75 getestet. Dieser voll funktionsfähige Erprobungsträger (FG 227 genannt) wurde von der „Flugtechnischen Fertigungsgemeinschaft" Prag / Letnany gebaut und hatte wie das Original 6 Motoren (ILO Zweitaktmotoren mit je 22 PS) und 2 Mann Besatzung. Der Erstflug des Modells, mit der Kennung „BQ + ZU“, erfolgte Ende Juli 1944. Für Bodenlandungen wurde ein Tandemfahrwerk angebracht, welches bei der See-Erprobung abgeschraubt werden konnte. Ihre Wassertaufe erhielt die FG 227 im September 1944 in Travemünde. Über den Verbleib dieses Modells nach Kriegsende ist nichts bekannt.

Längsverstrebungen als Wände der Schwimmerschächte
Längsverstrebungen als Wände der Schwimmerschächte

Nach den Testflügen sollte das Großflugzeug (Kennung „RO + EZ“) wegen der zunehmend schwieriger werdenden Versorgungslage stillgelegt werden, wurde aber zuvor durch die Erprobungsbesatzung zum Schaalsee, nahe dem Ort Seedorf auf der Insel Rügen, ausgeflogen. Die "BV 238 V 1" wurde in einer kleinen Bucht östlich des Dorfes vertäut.

Trotz des bestehenden Erprobungs- und Flugverbotes wurde das Flugboot ständig vollständig einsatzbereit gehalten, die Motoren gelegentlich in Betrieb genommen und sogar Umbauarbeiten an der Triebwerksanlage und der Luftschraubenverstellung wurden vorgenommen. Im Spätherbst 1944 wurde das Flugzeug für den Winter eingemottet und mit Tarnnetzen gegen Fliegersicht versehen. Das Flugboot war an einer alten Eiche vertäut, die bis heute den Aufenthaltsort der „BV 238“ kennzeichnet. Beim Angriff wurde der Baum beschädigt und wächst seitdem schräg auf den See hinaus.

Detaillierung des Schwimmerschachtes
Detaillierung des Schwimmerschachtes

Da die Alliierten befürchteten, daß mit ihr Nazigrößen außer Landes gebracht werden könnten, wurde seit Anfang März 1945 gezielt nach der „BV 238“ gesucht. Am 26. April wurde sie dann ausgemacht, da sich ihre dunkelgrüne Tarnung deutlich von dem frühlingshaften Hellgrün der Umgebung abhob.

Die Zerstörung erfolgte dann am 4. Mai 1945 durch Bordwaffenbeschuß von 4 Hawker „Typhoon“ Jagdbombern. Brennend sank das Flugzeug auf den flachen Ufergrund. Nur die Flügel und Motoren ragten noch über den Wasserspiegel.

Im Winter 1947/48 wurde das Wrack mit Sprengladungen zerlegt und verschrottet. Auch ihre beiden Nachfolgemuster „V 2“ und „V 3“, erst zu 70- bzw. 30 % fertiggestellt, wurden auf der Bauhelling demontiert und eingeschmolzen. Die „BV 238 V 1“ war das größte Wasserflugzeug des Krieges. Japan interessierte sich sehr für den Entwurf und erhielt auch die Bauunterlagen. Zu einem Bau kam es allerdings nicht.

Aussteifung des Rumpfes
Aussteifung des Rumpfes

Das Modell

Der vorliegende 1:72er Bausatz ist ein VACU-Modell der Firma Airmodel. Es stammt aus unserem Vereinsfundus und hat zusammengebaut folgende Maße:

  • Länge:                                63,0 cm
  • Spannweite:                        90,0 cm (incl. Rumpfbreite)
  • Rumpfhöhe:                          9,0 cm
  • Gesamthöhe mit Seitenruder: 18,6 cm

Der Preis beträgt 35 €. Alles in allem ein Riesenvogel, sowohl im Original, als auch im Modell. Meines Wissens ist in diesem Maßstab nur die „B-36 Peacemaker“ von Revell-Monogram etwas größer.

Einsetzen des Außenflügels
Einsetzen des Außenflügels

Der Bau

Ein VACU-Modell ist ein Tiefziehteil nach dem Prinzip der Blisterverpackungen, daher muß man hier ganz anders vorgehen als bei einem Spritzgußbausatz.

Es beginnt schon damit, daß hier alle Teile zuerst aus der Plastikplatte ausgeschnitten werden müssen.

Wenn man nun die Platte vor sich liegen hat, wird zuerst ein schwarzer Filzstift gebraucht. Damit umzeichnet man eng alle Konturen der auszuschneidenden Teile. Das dient nicht nur zur besseren Sichtbarmachung der Schnittkanten im einheitlichen Weiß des Kunststoffs, sondern hat einen wichtigeren Grund, auf den ich etwas später zurückkomme.

Passt, sitzt, wackelt, und hat Luft... ;o)
Passt, sitzt, wackelt, und hat Luft... ;o)

Nun zum Ausschneiden:

Hier hatte ich erhebliche Probleme, was dazu führte, daß ich mich jahrelang nicht an einen Vacubau herantraute.

In einigen Veröffentlichungen zu diesem Thema wird geraten, daß Modell auszusägen oder mittels Schere auszuschneiden. Mit einer Laubsäge oder einer Dekupiersäge geht das sogar recht passabel; wegen der Störrigkeit des Materials sollte man aber auf die Schere verzichten, da man sich schnell verschnitten und das Modell beschädigt hat.

Hier der für mich einfachste und auch schnellste Weg:

Direkt an der Kante des Modells mit einem spitzen scharfen Messer (es geht auch eine stabile Schneidnadel) mit Druck um die zuvor angezeichnete Kontur herumfahren. Vorsicht vorm Abgleiten und langsam schneiden!

Das Material muß nicht durchtrennt werden, denn das benötigte Bauteil kann nach dem Anritzen problemlos aus der Platte gebrochen werden. Bei Kleinteilen ist es gut, den Schnitt bis zur Plattenkante durchzuziehen, das erleichtert das Ausbrechen.

Die Flügelholme
Die Flügelholme

Nun zu einer weiteren Besonderheit des VACU-Baus: dem Materialabtrag. Hier kommt wieder der schwarze Rand ins Spiel.

Mit Materialabtrag ist gemeint, daß die Materialstärke der Plastikplatte von dem Bauteil entfernt werden muß (nur das, was aus der Platte heraussteht, wird gebraucht), sonst stimmt die Passgenauigkeit nicht, also z.B. das Profil eines Flügels.

Dazu habe ich auf einem Brett eine Lage Sandpapier mittlerer Körnung aufgeklebt. Hier kann man ohne große Mühe das Abtragen vornehmen, und zwar bis zur Unterkante des schwarzen Striches, der ja beim Anzeichnen an der Oberfläche der Platte auflag und jetzt schön die Grenze des Schleifvorgangs anzeigt. Ist der Strich erreicht, stimmen die Maße wieder. Beim Abschleifen immer mal wieder den Abstand kontrollieren, da ein zuviel meist das Ende des Modells bedeutet.

Flügelansatz am Rumpf
Flügelansatz am Rumpf

Vor dem weiteren Zusammenbau werden die Öffnungen für die Bullaugen gebohrt bzw. ausgefeilt und mit Klarsichtmaterial hinterklebt.

Bevor das jedoch geschieht, sollte man den Innenrand der Öffnungen mit der späteren Außenfarbe ausmalen. Das Bemalen der feinen Materialkante nach dem Verschließen der Öffnung ist eine arge Fummelei, wie ich feststellen mußte. Egal, wie man die Fenster später abdeckt, es bleibt immer ein feiner, weißer und unschöner Rand.

Hat man alle Teile soweit vorbereitet, geht es an den Zusammenbau. Da das Ausgangsmaterial Polystyrol ist, kann auf den üblichen Plastikkleber zurückgegriffen werden.

Kleinere Teile können direkt zusammengeklebt werden, für größere empfiehlt sich eine Stütze im Innern einzubauen, entweder durch Querwände oder, so wie ich es getan habe, durch Längsversteifungen.

Beim Bau der „BV 238“ hat sich eine Unterfütterung der Rumpfkanten als sehr nützlich erwiesen, da beim Schleifen das Material an diesen Stellen sehr schnell an Stärke verliert und dann, wie leider bei mir passiert, durchbricht. In diesem Fall gibt es eine Hinterfütterung, auf die aufgespachtelt werden kann.

Der erste Flügel sitzt
Der erste Flügel sitzt

Da die Klebeflächen am Modell sehr dünn sind und nur bei den Kleinteilen halten, sollte man die Klebekanten mittels Resten der Ausgangsplatte verstärken, oder eine größere Klebefläche dadurch erreichen, daß man das Restmaterial etwas überstehen läßt.

Ein derart großer Rumpf wie bei der „BV 238“ erfordert eine gute Innenverstrebung, die ich mittels einer Längsplatte und Querverstrebungen zur Außenhülle hergestellt habe. Auch hier muß daran gedacht werden, die Dicke der Längstrennwand vom ursprünglichen Rumpfquerschnitt abzuschleifen. Da der Rumpf aus 4 Teilen besteht und alle auf diese Weise bearbeitet werden, hat das Modell nun eine starke Verwindungsfestigkeit.

Verzapfungen des Höhenleitwerkes...
Verzapfungen des Höhenleitwerkes...

Da bei älteren VACU-Modellen die Gravur der Oberfläche entweder gar nicht, oder nur schwach ausgeprägt vorhanden ist, muß nachgraviert werden. Um die Blechstöße auf beiden Seiten des Rumpfes gleichmäßig zu machen, habe ich die Bauteile mit Doppelklebeband Rücken an Rücken auf einem Brett befestigt. Dadurch kann man die Gravur am Stück durchziehen und hat auf beiden Seiten gleiche Abstände. Manche der Linien, besonders an den Flügeln, sind regelrechte Gräben und sollten verspachtelt werden. Ich nehme dazu Autospachtel aus der Tube und zwar wie folgt: Auftragen, glätten und sofort mit einer feinen Reißnadel und einem Lineal den neuen Blechstoß nachbilden. Danach durchtrocknen lassen und fein verschleifen. Die Nut bleibt weiterhin sichtbar. Als Gravurlineale benutze ich biegsame Metallstücke in verschiedenen Längen. Für die Flügelwölbung kann man auch das Selbstklebeband eines Namensprägers verwenden. Ich bevorzuge hier die Spannblechstreifen von alten Bilderrahmen. Da sie schon gewölbt sind, passen sie sich hervorragend der Flügeloberfläche an.

...und des Seitenleitwerkes
...und des Seitenleitwerkes

Vor dem Zusammenkleben der vorderen Teile muß der Cockpitboden und die abschließende Querwand ausgemessen und zurechtgeschnitten werden. Hierzu wird in der Längswand eine entsprechende Öffnung gelassen.

Nun die Rumpfviertel zusammenkleben. Vorsicht! Hier passen sie nicht ganz genau aufeinander. Also gut vermitteln und die Klebekanten später verspachteln. Bei diesem Modell muß man recht häufig spachteln, da es, bedingt durch die Länge, bei der Herstellung zu einigen Einsinkungen kommen kann.

Auch bei großflächigen Spachtelarbeiten verwende ich Autospachtel, da er sich nicht zusammenzieht.

Zuschneiden der Auspuffrohre (72 Stück!!)
Zuschneiden der Auspuffrohre (72 Stück!!)

Nun muß an dieser Stelle natürlich die Gravur wieder hergestellt werden. Ritzt man auf dem getrockneten Spachtel, fliegt der Auftrag in Brocken weg und man darf wieder neu anfangen. Hierzu ein Tip: Nach dem Durchtrocknen den Spachtel mit flüssigem Superkleber versiegeln. Der Kleber dringt etwas in die Poren ein und erzeugt eine hochfeste Oberfläche. Diesen Belag nochmals glattschleifen und dann mit wenig Druck nachgravieren. Nun klappt das problemlos.

Da dieses Wasserflugzeug unter dem Rumpf sogenannte Abreißkanten hat, sie brechen den Sog des Wassers, so daß das Flugzeug überhaupt abheben kann, und dies mehrere Stufen hintereinander sind, werden sie mit Evergreen-Strips nachgebaut.

Motoren - Kühlereinbau
Motoren - Kühlereinbau

Zu den Flügeln:

Die beiden Flügelhälften werden miteinander verklebt und danach die Längsstreben eingezogen. Da auch die Flügel viergeteilt sind, wurden an den jeweiligen Seitenkanten Querplatten aufgeklebt. Bei den äußeren Teilen sind die Längsverstrebungen zugleich die Wände des Schwimmerschachtes, der dann mit Evergreen-Strips ausgearbeitet wurde.

Nach dem Verkleben aller Teile werden die Bohrungen für den Flügelholm angebracht. Der Hauptholm ist ein 10 mm Messingrohr und die hintere Stütze ein Schweißdraht.

Gesamtansicht von oben
Gesamtansicht von oben

Nachdem alles soweit bearbeitet ist, werden nun die Motoren vorbereitet. Jeder ist zweiteilig und kann ohne Verstrebungen zusammengeklebt werden. Auch hier ist etwas Nacharbeit fällig. Um den Kühlergrill darzustellen, habe ich eine Gitterstruktur aus dem Eisenbahnmodellbau verwendet und als Streben Evergreenstreifen davor angebracht. Der Kühlerlufteinlass an der Motorseite wird aufgebohrt und mit einer Hohlniete verstärkt. Die Auspuffrohre und die Leitbleche sind wieder aus Plastikstreifen von Evergreen (Ein Glück, dass es die gibt.). Nach dem Ausdetaillieren aller sechs Motoren werden sie an die Flügelkante angeklebt. Kerben auf dem Flügel zeigen die richtige Stelle, hier hilft auch die beiliegende 1:72er Zeichnung - wie bei allen Bauschritten - weiter. Übrigens darf man keinen detaillierten Bauplan erwarten, meist beschränkt sich das Schriftliche auf einen Plan oder eine Explosionszeichnung. Die Seiten-Höhenleitwerkkombination muß größtenteils verspachtelt und neu graviert werden. Da die Höhenleitwerke auf halber Höhe des Seitenleitwerks sitzen, werden sie zur besseren Halterung mit Rundstäben verbunden. Am unteren Ende dieser Baugruppe werden ebenfalls Zapfen angebracht, die in Rohre im Rumpf passen. Wegen der Größe des Gesamtmodells habe ich die Flügel und Leitwerke abnehmbar gebaut.

Blohm & Voss BV 238 V1

Jetzt wird der Flügelansatz am Rumpf angepaßt, ein selbstgefertigtes Teil, um einen glatten Übergang zwischen Flügel und Rumpf zu erreichen. Die Kontur ist mit Spachtel gestaltet. Danach werden Löcher in den Flügelansatz und den Rumpf gebohrt und ein Plastikrohr zur Führung der Flügelholme eingesetzt. Jetzt wird die Außenstruktur des großen seitlichen Ladetors und dessen Gleitschienen nachgebildet. Es folgen der große Mess-Sondenmast, der aus einer Strebe zurechtgefeilt ist, und die Antenne. Da die Luftschrauben und Spinner nicht zu gebrauchen sind, habe ich einen passenden Propeller - von einer „BV 138 Holzschuh“- aus der Krabbelkiste gesucht, diesen auseinandergenommen und die einzelnen Blätter und den Spinner abgeformt und aus Resin nachgegossen. Etwas aufwendig, zugegeben, aber deswegen gleich zwei BV-138er Bausätze schlachten?

Detailansicht Motoren, Ladeluke
Detailansicht Motoren, Ladeluke

Zum Thema Krabbelkiste: Sie sollte beim Vacu-Bau groß und gut gefüllt sein. Auch sind Zurüstsätze sehr vorteilhaft. Ich konnte beim Cockpitinnenausbau auf den Teileservice von Revell zurückgreifen.

Die gesamte Einrichtung stammt von der „BV 222 Wiking“ dieser Firma. Da im Original beide Führerstände gleich eingerichtet sind, bot sich das geradezu an.

Revell verschickt für ein geringes Entgelt - meist um die 5 € incl. Versand - auch Teile zum Umbau von Modellen.

Um die ansprechende Inneneinrichtung sichtbar zu lassen, habe ich die Cockpithaube nicht aufgesetzt, sondern zurückgeklappt dargestellt.

Im Original ging das natürlich nicht.

Gesamtansicht von unten
Gesamtansicht von unten

Nun wird die Passung der Flügel an den Rumpf getestet (sie paßten, ein Wunder bei mir) und die Seiten-Höhenruderbaugruppe aufgesteckt. Da das Modell auseinandernehmbar ist, bleibt ein kleiner Spalt am Rumpfansatz.

Für die Haftung sowohl der Flügel am Rumpf, der Masten auf dem Rumpfrücken und der Propeller an den Motoren habe ich Magnete verwendet. Es sind Neodymmagnete, die eine hohe Haftkraft bei einem kleinen Durchmesser haben. In die Flügel und den Rumpfansatz kommen je 3 Magnete von 5 mm und in die Motorenspitzen je welche von 3 mm. Auf die Rückseite der Props kommen kleine Metallblättchen. Die beiden Rückenmasten werden von 5 mm Magneten an ihrem Platz gehalten.

Man muß schon etwas ziehen um die Teile voneinander zu trennen, so eine ungewöhnliche Anziehung haben die Winzlinge.

Erworben habe ich sie bei E-bay, wo sie eigentlich immer im Angebot sind.

Nun noch die Schwimmer in die Flügel einsetzten - auch diese abnehmbar - und fertig ist der Riese.

Schwimmerschacht
Schwimmerschacht

Die Bemalung setzt sich aus „Gunze–Sanyo RLM 65 Hellblau“ für die Unterseite sowie „RLM 72“ und „RLM 73“ für die Ober- und Seitenbereiche, sowie die Tarnung zusammen.

Die Kennung habe ich mit Letrasetbuchstaben angefertigt, die Balkenkreuze sind Reste anderer Bausätze.

Zum Abschluß wurde noch ein alter Ständer für ein Wikingerschiff zweckentfremdet, die Halterungen dem Rumpfprofil angepaßt und das Teil mit Gips zum besseren Stand ausgegossen. FERTIG !!!!!!

Endlich, nach 2 (!) Jahren Arbeit, Nachdenken und nicht wenig Rumfluchen steht sie vor mir, die „BV 238 V 1“.

Abrisskanten auf der Rumpfunterseite
Abrisskanten auf der Rumpfunterseite

Nachdem sie auf der Messe in Sinsheim und der Ausstellung in Mainz gezeigt wurde, steht sie nun in einer Vitrine im Modellbaumuseum des Technikmuseums in Speyer.

Größenvergleich zur Ju 52
Größenvergleich zur Ju 52

Quellennachweis

  • Luftfahrt History Heft 1  Lautec Software und Medien GmbH.
  • BV 238 V1 Modell von AIRMODEL   www.Airmodel.de

Alexander Schuch

Publiziert am 30. August 2006

Du bist hier: Home > Galerie > Alexander Schuch > Blohm & Voss BV 238 V1

© 2001-2020 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links | Blog