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Heinkel He 115 C-1

Seenotrettung

von Theo Peter (1:72 Revell)

Heinkel He 115 C-1

Heute zeige ich euch die Heinkel He 115 in der Version C-1. Die He 115 stellte das größte deutsche Wasserflugzeug mit Schwimmern des Zweiten Weltkriegs dar. Beliebt war die Maschine bei den Piloten vor allem auf Grund seiner extrem guten Flugeigenschaften sowie des hervorragenden Lande- und Startverhalten. Geplant wurde das zweimotorige Flugzeug als Patrouillen-, Bomben-, Torpedo-, Kampf- und Jagdflugzeug. Doch bereits bei Indienststellung war das Flugzeug veraltet und leitete das Ende der großen Schwimmerflugzeuge ein. Ein Grund hierfür waren die nicht mehr zeitgemäßen Leistungsdaten und die relativ schwache Bewaffnung, mit nur zwei MG15. Somit war eine Verteidigung des Flugzeugs gegen wendige feindliche Jäger eigentlich undenkbar. Dennoch wollten viele Länder, die viele Küstenkilometer besaßen, diese Maschinen erwerben.

Heinkel He 115 C-1

Deutschland stellte lediglich 62 Maschinen dieser Bauart in Dienst. Um die He 115 aufzurüsten, wurden an den C-Versionen größere Treibstofftanks, Bombenvorrichtungen und starre MG 151/15 im Bug verbaut. Ebenso wurden an manchen Maschinen Leuchtbomben- und Nebelgeräte in den Schwimmern installiert. Berühmt wurde die He 115 durch den PQ Einsatz. Dabei versenkten He 115 Torpedojäger 26 Schiffe eines aus 36 Schiffen bestehenden alliierten Konvois. Das hier gezeigte Flugzeug gehörte zur 1. Küsten-Fliegergruppe 106, welche im Jahre 1941 in Cherbourg (Frankreich) stationiert war.

Quelle: Bauanleitung und Verpackung Revell

Heinkel He 115 C-1

Gebaut wurde das Flugzeug größtenteils aus der Kiste. Die Qualität und Passgenauigkeit der Teile ist nicht besonders gut, was wahrscheinlich am Alter des Bausatzes (alter Matchbox-Bausatz) liegt. Auch die Klarsichtteile waren nicht "klar und durchsichtig" sondern milchig und sehr dick. Auf Grund dieser Tatsache wurde die Kanzel mit einem Messer zerteilt, um die Kanzel geöffnet darzustellen. Auch der Innenraum ist nur spärlich bis gar nicht detailliert. Die Pilotenfigur und der Beobachter stammen aus dem Bausatz selbst, der Bordschütze stammt aus der Restekiste. Das Instrumentendecal stammt eigentlich aus einem Revell Ferrari Bausatz. Leider hatte ich kein altes Instrumentenpanel zur Verfügung, so dass dieses Decal daran glauben musste. Aber immer noch besser als gar keine Instrumente im Cockpit. Den Steuerknüppel steuerte ein gezogener Gießast bei.

Heinkel He 115 C-1

Bemalt wurde das Flugzeug mit matten Revellfarben und dem Pinsel. Die Kanzelverstrebung wurde mit einem Dreihaarpinsel und Revellfarben bemalt. Für die roten Markierungen auf den Tragflächen wurden nicht, wie bei meinen anderen Modellen, die mitgelieferten Nassschiebebilder verwendet, sondern ein roter wasserfester Fineliner (Diese Technik funktionierte sehr gut und wird in Zukunft auf jeden Fall wieder verwendet werden). Die Nassschiebebilder des Bausatzes waren von sehr guter Qualität und ließen sich sehr gut verarbeiten. Auch die Bauanleitung ist übersichtlich und informativ gestaltet.

Heinkel He 115 C-1

Das Diorama zeigt eine Szene, in der sich die Heinkel He 115 auf einem Aufklärungsflug über dem Atlantik befindet. Währenddessen entdeckte der Beobachter einen abgestürzten Pilotenkameraden im Wasser. Ohne lange zu zögern landete das Flugzeug in der rauen See und kam dem, nun sichtlich erleichterten Piloten zu Hilfe. Dieses Diorama stellt zugleich meinen ersten Versuch dar, Wasser in einem Diorama darzustellen. Die Grundplatte des Dioramas stellt eine Din A3 große Holzplatte aus dem Baumarkt (für Laubsägearbeiten) dar. Diese wurde in unterschiedlichsten Blau-, Grün-, Schwarz-, Grau- und Türkisfarben bemalt (Wasserfarben). Dort wo die Schwimmer des Flugzeugs nachher sein sollen, wurden mit einer Säge Löcher in die Platte gesägt. Eine andere Möglichkeit wäre das Abflachen der Schwimmer gewesen, wobei mir Variante 1 anfangs einfacher erschien. Anschließend wurden die Stellen rund um die Schwimmer mit hellen Blau- und Türkistönen aufgehellt.

Heinkel He 115 C-1

Nachdem das Flugzeug auf der Dioramagrundplatte platziert und verklebt war, wurde durchsichtiges Silikon aufgetragen und mit einer Spachtel in Form gebracht. Die Wellen des sehr unruhigen Meers wurden durch Tupfen mit einem Schwamm erstellt. Ebenso wurde das Silikon an den Schwimmern angebracht, um die Gischt darzustellen. Dadurch, dass die ausgesägten Löcher etwas zu groß geraten waren, schimmerte nun ein unschöner heller Rand an den Schwimmern. Um diesen verschwinden zu lassen wurde die Unterseite des Dioramas kurzerhand mit schwarzem Lackspray lackiert. Und siehe da - Problem gelöst! Nachdem alles getrocknet war wurde alles mit weißer Revellfarbe detailliert. Der in Not geratene Pilot und der ihm zu Hilfe eilende Pilot stammen aus Einzelteilen des Revellbausatzes "Luftwaffe Piloten und Bodenpersonal 1:72". Der Schwimmring ist ein in der Restekiste gefundener Reifen eines Preiser Motorrads.

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Theo Peter

Publiziert am 09. September 2013

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